Expedition Wattenscheid, 3. Termin – Vortrag über Stadtplanung in Deutschland und Ideenwerkstatt

Nun ist auch der dritte Termin der Expedition Wattenscheid vorbei. Nachdem in den ersten beiden Terminen Wattenscheid erkundet worden ist, wurde nun ein anderer Schwerpunkt gelegt. Um zu verstehen welche Prozesse und Einflüsse im Moment auf Wattenscheid wirken gab es für die Teilnehmer der Expedition eine Einführung in das deutsche Planungssystem (eine Zusammenfassung der Vorträge finden Sei hier). Dabei wurde angeregt über die Auswirkungen von Entscheidungen diskutiert und den Teilnehmern auch Beispiele gezeigt wie Sie selber Einfluss auf die Gestalt der Stadt nehmen können und sich für ihren Stadtteil einsetzen können. Zudem wurden bestimmte Themen die sich als interessant für die Bürger in den vorherigen Terminen herausstellten nochmal extra beleuchtet.

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Unter Eindruck eines Inputs über Stadtplanung in Deutschland und den Anregungen zu Leerstand und „Stadtplanung von unten“ sollten die Bürger*innen in einer kleinen Ideenwerkstatt über Wattenscheid Anregungen sammeln. Dabei standen die in den bisherigen Terminen der Expedition Wattenscheid angesprochenen Themen auch im Fokus der Teilnehmer*innen. Themen wie Leerstand, fehlende Treffpunkte für Menschen und die Gestalt der Innenstadt wurden aufgegriffen.

Die Ideenwerksstatt selber lehnte sich an die Methode des World Café an. Dabei werden in unterschiedliche Runden Fragen zu bestimmten Themen durch die Teilnehmer beantwortet. Die Fragen zu den Themen waren:

Was ist gut in Wattenscheid?

Was ist schlecht in Wattenscheid?

Was wäre wünschenswert?

Neben den bisherigen Themen wie Leerstand wurde aber klar das Wattenscheid einiges an Potenzialen und Anknüpfungspunkten bietet die sich ausbauen lassen können. Im Folgenden wurden diese Ergebnisse eingeordnet. Die konkreten Antworten auf die Fragen finden Sie am Ende des Blogeintrags.

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Identifikation durch die Historie Wattenscheids

Wattenscheid erscheint dabei als übersichtliche Stadt die durch die Nähe zu grünem Freiraum besonders lebenswert ist. In der Innenstadt bieten historische Spuren wie die Altstadt, besondere Denkmäler und deren Inszenierung eine Identifikation mit der als multikulturell empfundenen Stadt. Durch engagierte Einzelhändler, den Wochenmarkt und der migrantischen Ökonomie bietet hier sich hier eine kleine Vielfalt an unterschiedlichsten ökonomischen Angeboten.

 Verknüpfungen zum Neuen fehlt

Auf der Seite dessen was den Bürger*innen fehlt, fallen besonders die Sachen ins Gewicht die im Laufe der Zeit verloren gegangen sind. Die große Anzahl an Kneipen und Gastronomie werden vermisst, die ehemals große Kirmes, verschiedene Nahversorgungsangebote und das große Sportangebot welches zur Identifikation mit Wattenscheid beitrug. Dazu wir gefühlt eine Anonymität wahrgenommen die sicherlich auch zu einer fehlenden Gemütlichkeit in der Innenstadt dazu beiträgt. Eine Vernetzung innerhalb der Bürgerschaft auch mit neuen Wattenscheidern, wie auch den Geflüchteten fehlt den Teilnehmer*innen.

Potenziale durch Vernetzung erschließen

Wünschenswert erschienen dabei den Wattenscheidern die Umstrukturierung und die Vernetzung von Vorhandenem. Dabei erscheint ein Informationsangebot als erster Schritt sinnvoll. Weiterhin können Feste, wie ein „Markt der Vielfalt“ die Identifikation der „Neuen Wattenscheider“ und der „Alten Wattenscheider“ ausbauen und das Band zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen neu spannen. Neben diesen Gruppen soll auch Rücksicht auf die verschiedenen Altersgruppen in Wattenscheid genommen werden. Besonders wünschenswert wurden da die Gruppen der Kinder und Senioren genannt. Als Anregung für ein besseres Einzelhandelsangebot könnten Lebensmittellieferungen und ein Abendmarkt (Wochenmarkt aber in den Abendstunden) die Attraktivität der des Stadtteils stärken.

IdeenwerkstattUm den Stadtteil nun mit den unterschiedlichen Akteuren noch weiter kennen zu lernen werden uns im kommenden Termin einige Experten besuchen. Dazu gehört auch ein Besuch der IBKK, die in ihrem normalen Lehrbetrieb für Bürger*Innen geschlossen ist.

Zudem wird uns die Initiative „Die Urbanisten“ aus Dortmund sowie das „Institut für Arbeit und Technik“ besuchen,  die uns einen Einblick in ihre Arbeit geben werden und zudem planen zukünftig auch in Wattenscheid tätig zu werden.

 

 

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