Expedition Wattenscheid, 5. Tag – Erfahrungsaustausch mit dem Urban Gardening Projekt aus Langendreer und Ausklang der Expedition

Der 25.11. markierte den Abschluss der Expedition Wattenscheid. Damit die nun folgendende weihnachtliche Besinnlichkeit nicht zu winterlicher Ideenlosigkeit führt, war Frau Nicole Troesch vom Urban Gardening Langendreer zu Gast. Ihre Fotos und Erzählungen weckten schon Vorfreude auf den Frühling, wenn die Pflanzsaison wieder beginnt. Neben einer Portion Tatendrang brachte der Vortrag und die anschließende Diskussion aber auch viel neues Hintergrundwissen und eine bessere Vorstellung vom konkreten Ablauf von von Bürgern initiierten Projekten. Frau Troesch erzählte anschaulich, wie aus der allgemeinen Idee langsam mehr wurde, sich ein kleiner, aber fester Kreis von Aktivisten fand und schließlich mit dem Carl-von-Ossietzky gegenüber dem Amtshaus eine passende und zugleich sehr repräsentative Fläche gefunden wurde. Als die Gruppe mit dem Einverständnis und ein wenig finanzieller Unterstützung von der Lokalpolitik dann loslegte, fanden sich schnell weitere Interessierte, sodass die Gruppe zügig wuchs. Durch offenen Austausch mit der hilfsbereiten Nachbarschaft konnten dann auch die kleinen, aber bedeutenden Fragen wie „wo stellen wir eigentlich unser Werkzeug ab“ schnell gelöst werden. Heute kümmern sich viele Bürger aus Langendreer gemeinsam und je nach individueller Zeit und Fähigkeit um ihr Stadtgrün. So haben zum Beispiel Einzelhändler die Patenschaft für Hochbeete übernommen. Auch ältere Mitbüger, die nicht mehr mit dem Spaten aktiv sind, können sich einbringen indem sie z.B. Pflanzen anzüchten. Ein rundum gelungenes Projekt also, das mit wenigen Mitteln viel zu einer lebenswerten Stadt und aktiven Gemeinschaft beiträgt und durchaus eine Inspiration für Wattenscheid sein kann. Dort käme zum Beispiel die Parkanlage am Ehrenmal als Standort in Betracht.

Zunächst einmal gilt es Wattenscheid aber, weitere Mitstreiter für so ein Projekt zu gewinnen. Nicht nur Urban Gardening ist denkbar, sondern auch die Dekoration von leerstehenden Schaufenstern, Nachbarschaftsfeste und viele weitere im Laufe der Expedition gesammelte Ideen. Darüber hinaus ist es wichtig, bereits bestehende Initiativen zu vernetzen und bekannter zu machen. Daher wurden im letzten Teil des Seminars Ideen gesammelt, zum Beispiel im Rahmen eines Aktionstags bestimmte Orte und Aktivitäten in den Fokus gerückt und erfahrbar gemacht werden können. Weitere Informationen dazu werden zum geeigneten Zeitpunkt auch auf diesem Blog bekannt gegeben. Bei weiteren Anregungen oder Projektideen auf der Suche nach finanzieller Unterstützung sind wir, aber vor allem auch das Stadtteilbüro der richtige Ansprechpartner.

An dieser Stelle wollen wir uns bei allen beteiligten Bürgern und Akteuren bedanken, die zum Gelingen der Expedition beigetragen haben. Wir wünschen eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Start in ein hoffentlich spannendes Jahr 2018!

Ihre Expeditionsleitung

Tobias Frank, Gordon Howahl, Florian Heinkel

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